Bürokratisch? Ja. Etwas nervig? Vielleicht auch. Aber leider unumgänglich: Wer Ladeinfrastruktur plant oder betreibt, kommt am Mess- und Eichrecht nicht vorbei.
Newsletter August 2026

ACOD-Kongress 2026: Jetzt kommt es auf die Umsetzung an
Wie können Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie unter den aktuellen Bedingungen wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig neue Chancen nutzen? Diese Frage stand beim ACOD-Kongress 2026 in der Gläsernen Manufaktur Dresden im Mittelpunkt.
Rund 190 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze. Im Fokus standen unter anderem Elektromobilität und Batterieentwicklung, Digitalisierung, Start-up-Kooperationen und Diversifizierung.
In einer eindringlichen Rede beleuchtete Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die aktuelle Situation der Automobilindustrie und unterstrich deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort: „Deutschland darf sich nicht herunterfahren – wir müssen den Anspruch haben, im internationalen Wettbewerb vorn zu sein: mit höherer Produktivität, geringer Bürokratie und günstigen Standortbedingungen für unsere Unternehmen.“
Für intensive Diskussionen in den Pausen sorgten zudem die unmittelbar vor dem Kongress aufgekommenen Spekulationen über die Zukunft des Volkswagen-Standorts Zwickau. Bereits einen Tag später stimmte der Aufsichtsrat der Volkswagen Group dem Zukunftsplan 2030 einstimmig zu, auch mit Zustimmung der IG Metall-Vertreter und des Landes Niedersachsen. Für Zwickau und weitere Standorte sollen in 2027 tragfähige Lösungen für eine langfristig wettbewerbsfähige Perspektive entwickelt werden.
Die anschließende Runde der OEM-Werkleiter machte zugleich deutlich, dass sich die aktuelle Situation und die Herausforderungen bei den einzelnen Herstellern und Standorten durchaus unterschiedlich darstellen.
Für MoLeWa ergaben sich aus den Sessions, Start-up-Pitches und Gesprächen konkrete Anknüpfungspunkte: die Vernetzung von Unternehmen bei Diversifikation und der Nutzung freier Ressourcen, der Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Region Leipzig sowie die Vernetzung von Start-ups mit Unternehmen. Auch an unserem gemeinsamen Projektstand mit TraWeBa und Batterie MD konnten wir dazu neue Kontakte knüpfen und Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis aufnehmen.
Sie sehen für Ihr Unternehmen Anknüpfungspunkte bei diesen oder anderen Transformationsfragen? Dann kommen Sie mit uns ins Gespräch. Gemeinsam schauen wir, welche Angebote, Kompetenzen und Partner zu Ihrer Herausforderung passen.
Kontakt: molewa@acod.de
Mehr zum ACOD-Kongress 2026 und den zentralen Ergebnissen erfahren Sie in der Pressemitteilung.

Neue Startup-Strategie: Mehr Chancen für Kooperationen und Wachstum
Die Bundesregierung hat ihre neue Startup- und Scaleup-Strategie beschlossen. Mehr als 150 Maßnahmen sollen Gründungen erleichtern, die Finanzierung verbessern, den Transfer aus der Forschung stärken und jungen Unternehmen den Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtern. Ein wichtiger Baustein ist der Deutschlandfonds: Rund 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und Garantien sollen Investitionen von insgesamt rund 130 Milliarden Euro anstoßen. Der Fonds richtet sich dabei nicht ausschließlich an Startups, sondern auch an Industrie, Mittelstand und Energieunternehmen.
Für Leipzig und die Region ist besonders relevant, wie Startups, etablierte Unternehmen und Wissenschaft besser zusammenarbeiten können. Genau hier bestehen weiterhin Hürden: Unternehmen formulieren ihre Bedarfe nicht immer klar, Startups finden schwer Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern, interne Einkaufs-, IP-, IT- und Freigabeprozesse dauern lange, und für Pilotprojekte fehlen häufig Budgets, Testumgebungen oder klare Zuständigkeiten.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt unsere gemeinsam mit der BITROAD GmbH – A SpinLab Company erarbeitete MoLeWa-Potenzialanalyse für den Automotive- und Mobilitätsstandort Leipzig. Sie zeigt: Erfolgreiche Kooperationen brauchen präzise Problemstellungen, finanzierte Pilotprojekte, geeignete Testmöglichkeiten und Verantwortliche mit Entscheidungsspielraum. Als regionale Ansatzpunkte empfiehlt die Studie unter anderem Startup-Challenges gegen klar definierte Herausforderungen, ein strukturiertes Problemmatching und gemeinsame Innovationsprojekte von Startups, Zulieferern und etablierten Unternehmen.
Mit ihrem Fokus auf Kooperationen, Vernetzung, Transfer und besseren Marktzugang gibt die Bundesstrategie dafür wichtige Impulse. Entscheidend wird sein, ob die Instrumente auch regional wirksam werden und Unternehmen bereit sind, Pilotprojekte tatsächlich umzusetzen. Gerade technologieorientierte Startups benötigen erste industrielle Kunden, um Referenzen aufzubauen und ihre Lösungen weiterzuentwickeln.
MoLeWa setzt an dieser Schnittstelle an: Wir machen Bedarfe sichtbar, vernetzen relevante Akteure und unterstützen dabei, aus ersten Kontakten konkrete Kooperationen zu entwickeln.

Neue Geschäftschancen aus dem eigenen Unternehmen heraus entwickeln
Oft sind Wissen, Ideen und Kompetenzen für neue Geschäftsfelder im Unternehmen bereits vorhanden, sie müssen nur zusammengebracht und strukturiert weiterentwickelt werden. Genau hier setzt das Intrapreneurship-Reallabor von MoLeWa an. Methoden aus dem Innovationsmanagement und der Start-up-Welt werden dabei auf die Anforderungen etablierter KMU übertragen.
Im Workshop kommen Mitarbeitende aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammen, beispielsweise aus Vertrieb, Produktentwicklung, Qualitätsmanagement und Geschäftsleitung. Durch die Verbindung verschiedener Perspektiven und eine externe Moderation werden vorhandene Ideen konkretisiert, Marktpotenziale bewertet und daraus mögliche Geschäftsmodelle und nächste Umsetzungsschritte entwickelt.
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen zwei Unternehmen aus der Region Leipzig. Bei der Rapidobject GmbH stand die Frage im Mittelpunkt, welche zusätzlichen Geschäftsmöglichkeiten sich aus der umfassenden 3D-Druck-Expertise des Unternehmens ergeben. Die Vielzahl möglicher Anwendungen wurde systematisch sortiert und zu konkreten Use Cases verdichtet. Für diese können nun passende Zielmärkte und Marktzugänge weiterentwickelt werden.
Auch OPES Solar Mobility aus Zwenkau nutzte das Format, um neue Einsatzmöglichkeiten für seine Solartechnologie über bestehende automobile Anwendungen hinaus zu betrachten. Unterschiedliche Perspektiven aus dem Unternehmen wurden mit Marktinformationen und methodischen Impulsen verbunden. Daraus entstanden konkrete nächste Schritte und erste Ansätze für die weitere Projektplanung.
Der Mehrwert für Unternehmen: Das Reallabor hilft dabei, vorhandenes Know-how gezielt für neue Geschäftschancen zu nutzen, Ideen zu priorisieren und aus vielen Möglichkeiten konkrete nächste Schritte abzuleiten. Damit wird Innovation nicht nur diskutiert, sondern systematisch in Richtung Umsetzung gebracht.

Industrie im Wandel: Was Unternehmen jetzt bewegt
Wie können Unternehmen der Fahrzeug- und Mobilitätsindustrie auch unter veränderten Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig und zukunftsfähig bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 7. Industriedialogs der Sächsischen Energieagentur (SAENA) in Dresden. Rund 170 Teilnehmende nutzten den Tag, um sich darüber auszutauschen, was Unternehmen heute brauchen, um mit steigenden Kosten, neuen Anforderungen und technologischen Veränderungen umzugehen.
Nach der offiziellen Eröffnung folgte ein Panel zur Transformation der Automobil- und Automobilzulieferindustrie mit Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter, Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer des ACOD Automotive Cluster Ostdeutschland, Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) und Andreas Walingen, Leiter Group Circular Economy im Volkswagen-Konzern.
Im Fokus standen Themen, die für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen: Kreislaufwirtschaft, eine sichere und zukunftsfähige Energieversorgung sowie Resilienz und Cybersecurity. Denn Transformation bedeutet längst mehr als die Umstellung auf neue Antriebstechnologien. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, Abhängigkeiten zu reduzieren, ihre Prozesse anzupassen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Auch MoLeWa war beim Industriedialog vertreten. Kolleginnen und Kollegen des ACOD und des iftp im bfw nutzten den gemeinsamen Projektstand, um mit Unternehmen und weiteren Akteuren ins Gespräch zu kommen. Auf der Bühne stellte Dr. Jens Katzek im Rahmen der Pitches der Netzwerke und Unterstützer außerdem die Angebote von MoLeWa sowie die ACOD-Projekte TraWeBa und BatterieMD vor.
Besonders wichtig waren für uns die Gespräche abseits der Bühne: Welche Themen beschäftigen Unternehmen gerade? Wo gibt es bereits gute Lösungen – und wo fehlen noch Partner, Kontakte oder Know-how? Genau diese Einblicke nehmen wir mit und greifen sie in unserer weiteren Projektarbeit auf.
Einladung

Aktionstag „Leipzig bewegen.“ – Mobilität erleben und Zukunft gestalten
Wie bewegen wir Menschen und Waren heute – und wie sieht die Mobilität von morgen aus? Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2026 laden die IHK zu Leipzig, die Leipziger Verkehrsbetriebe und der Mitteldeutsche Verkehrsverbund zum Aktionstag „Leipzig bewegen.“ ein.
Der Aktionstag richtet sich besonders an Unternehmen, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Absolventinnen und Absolventen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Mobilität ganz praktisch erleben und sich über aktuelle Entwicklungen, Lösungen und berufliche Perspektiven informieren möchten.
Auf dem Parkplatz vor der IHK erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm rund um nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität. Innovative Mobilitäts- und Logistiklösungen können direkt vor Ort kennengelernt, Lasten- und Spezialräder auf einem Testparcours ausprobiert und Informationen zu emissionsfreier Logistik sowie modernem Radverkehr gesammelt werden.
Workshops und Dialogformate greifen unter anderem Themen wie klimafreundliche betriebliche Mobilität und CO₂-Bilanzierung auf. Darüber hinaus gibt es Beratungsangebote sowie Einblicke in Ausbildungs-, Einstiegs- und Karrierewege der Mobilitäts- und Logistikbranche.
Wann? Mittwoch, 16.09.2026, 9:00–18:00 Uhr
Wo? IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5, 04109 Leipzig
Teilnahme: kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung
Vorbeikommen, ausprobieren, informieren und Mobilität neu entdecken!

Impact Innovation Day am 17. September in Leipzig
Impact Innovation Day am 17. September in Leipzig
Am 17. September lädt der Impact Hub Leipzig zum Impact Innovation Day in die Naumburger Straße 25 in Plagwitz ein. Von 9 bis 17 Uhr erwarten Sie Impulse, Panels und interaktive Sessions zu Themen wie neue Geschäftsfelder, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Veränderungsprozesse und Gesundheit im Unternehmen.
Neben dem Fachprogramm bleibt genügend Zeit für Gespräche, den Austausch mit anderen Teilnehmenden sowie Führungen durch den Impact Hub. Ab 17 Uhr klingt der Tag bei gutem Essen und entspanntem Networking aus.
Freuen Sie sich auf den Austausch mit Vertreter:innen aus dem Mittelstand, Impact-Unternehmen, Start-ups und der Sozialforschung. Gerade für Unternehmen, die sich in einer Transformationsphase befinden, bietet die Veranstaltung viele neue Perspektiven, praxisnahe Impulse und wertvolle Kontakte.
Für unser Netzwerk gibt es 10 % Rabatt auf das Ticket. Nutzen Sie dafür einfach den Code IMPACT10.
Alle Informationen und Tickets finden Sie hier!

Kultur trifft Technologie: Wie aus Experimenten Innovation entsteht
Was wäre, wenn Innovation nicht immer im Labor oder Rechenzentrum beginnt, sondern im Theater, im Archiv oder an Orten des Erinnerns? Im nächsten Meet & Learn öffnen Lars Mischak, Leiter Kultur und Wissenschaft bei Dataport AöR und seine Kollegin Jasmin Meziou genau diesen Blick auf Technologie.
Ausgehend von konkreten Projekten, etwa digitalen Anwendungen für Erinnerungskultur, interaktiven Tools für Gedenkstätten oder Augmented‑Reality‑Formaten im Theater, wird sichtbar, wie kulturelle Kontexte zu Erprobungsräumen für neue Technologien werden. Besonders spannend ist dabei der Transfer: Ein Ansatz, der in einem kulturellen Umfeld entwickelt wurde, entfaltet plötzlich Wirkung in ganz anderen Bereichen – bis hin zur industriellen Anwendung in einer Werft.
Das Meet & Learn richtet den Fokus bewusst auf dieses Übersetzen zwischen Welten. Wie entstehen solche Projekte? Welche Rolle spielen interdisziplinäre Teams aus Kultur, Wissenschaft und IT? Und was können Unternehmen, Hochschulen oder Archive daraus für ihre eigenen Fragestellungen lernen – etwa im Umgang mit digitalen Sammlungen, Forschungsdaten oder der Vermittlung komplexer Inhalte?
Lars Mischak und Jasmin Meziou geben technische Live‑Einblicke und zeigen ganz praktisch, wie Ideen umgesetzt werden. Ein Meet & Learn für alle, die Lust haben, jenseits klassischer Anwendungsfelder zu denken – und die neugierig sind, wie Kultur, Archive, Wissenschaft und Technologie gemeinsam neue Räume eröffnen können.
Wann: Dienstag, 29. September 2026, ab 18:00 Uhr
Wo: Cluster IT Mitteldeutschland, Schillerstr. 5, Leipzig
Hier geht es zur Anmeldung!

Technologieforum „Accelerating Robotics“
Wie lassen sich Antriebssysteme für dynamisch kooperierende humanoide Roboter schneller, leistungsfähiger und skalierbar entwickeln?
Das zweitägige Technologieforum „Accelerating Robotics – The Drive behind Human Robots“ bringt Entwickler, Antriebsspezialisten, Produktions- und Fertigungsexperten aus Industrie und Forschung zusammen, um genau diese Fragen zu beleuchten. Im Mittelpunkt stehen innovative Antriebssysteme, modulare Integrationskonzepte und skalierbare Produktionsstrategien mit dem Ziel, den Transfer vom Prototypen zur Serienfertigung zu beschleunigen.
Themenschwerpunkte:
• Aktuatoren
• Antriebstechnik
• Hochleistungsgetriebe
• Sensorintegration (SiME)
• Direktantriebe
• Produktion & Prozessentwicklung
• Skalierung von Fertigung &
• Montage
• Sonderverzahnungen
Freuen Sie sich auf hochkarätige Fachvorträge, Best-Practice-Einblicke, Networking zwischen den Sessions und beim Abendempfang im Industriemuseum Chemnitz sowie den interdisziplinären Austausch mit führenden Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Wann: 28.–29. Oktober 2026
Wo: Fraunhofer IWU | Reichenhainer Straße 88 | 09126 Chemnitz
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu Programm und Anmeldung!


