Newsletter Januar & Februar 2026

Der Newsletter zum Projekt „Mobilität-Leipzig im Wandel“

Der Staffelstab wird weitergeben: Philipp Teitge übernimmt Projektleitung

Im Projekt MoLeWa – Mobilität Leipzig im Wandel gibt es personelle Veränderungen. Seit dem 1. Januar 2026 hat Philipp Teitge die Projektleitung übernommen und ist künftig zentraler Ansprechpartner für die strategische und operative Weiterentwicklung des Projekts.

Mit Philipp Teitge übernimmt ein bekanntes Gesicht: Er hat zuvor bei der Stadt Leipzig (Amt für Wirtschaftsförderung) bereits für das Projekt MoLeWa gearbeitet und bringt entsprechend viel Erfahrung und Kontext mit.

Ebenfalls neu im Team ist Benjamin Böber, der MoLeWa als Netzwerkmanager und wissenschaftlicher Mitarbeiter unterstützt. Sein Schwerpunkt liegt insbesondere auf der Vernetzung der Projektpartner, dem Wissenstransfer sowie der fachlichen Begleitung zentraler Arbeitspakete. Er ist aktuell Ansprechpartner für die Themen Geschäftsmodellentwicklung, ressourceneffiziente Produktion sowie für Projekte im Bereich des Hochlaufs nachhaltiger Wasserstoffmobilität.

Seit dem Projektstart 2022 hat MoLeWa – gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern im Konsortium – in einer anspruchsvollen Aufbauphase tragfähige Strukturen entwickelt, Verantwortlichkeiten geschärft und die Zusammenarbeit im Netzwerk kontinuierlich professionalisiert. Damit konnte sich MoLeWa als verlässlicher Akteur in der Transformation positionieren. Mehrere aus dem Netzwerk heraus initiierte Leuchtturmprojekte werden die inhaltliche Ausrichtung und Sichtbarkeit von MoLeWa in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.

Der ACOD bedankt sich ausdrücklich bei Jerome Billhardt für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie sein Engagement in der bisherigen Projektleitung und wünscht ihm für seinen weiteren Weg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Weiterförderung der Transformationsnetzwerke durch das BMWE

Mit der neuen Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) zur Weiterförderung der Transformationsnetzwerke wird ein wichtiges Signal für die Zukunft industrieller Regionen gesetzt. Die Richtlinie eröffnet die Möglichkeit, erfolgreiche Transformationsnetzwerke und Transformationshubs auch in einem kommenden Förderzeitraum weiterzuführen und auszubauen. Damit wird deutlich: Der Strukturwandel in Industrie und Arbeitswelt soll nicht nur begleitet, sondern aktiv und langfristig unterstützt werden.

Für unser Netzwerk MoLeWa „Mobilität-Leipzig im Wandel“ ist diese Entwicklung besonders relevant. Als regional verankertes Transformationsnetzwerk haben wir in den vergangenen Jahren Unternehmen, Forschung, Sozialpartner und weitere Akteure zusammengebracht, um gemeinsam Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Digitalisierung, Fachkräftesicherung, neue Qualifizierungsbedarfe und nachhaltige Wertschöpfung zu entwickeln.

Die Weiterförderung schafft die Chance, bewährte Strukturen zu stärken, neue Projekte anzustoßen und die Zusammenarbeit in der Region weiter zu intensivieren. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen, die wir mit dem Wandel in der Automobil und Zulieferindustrie erleben, zeigt sich, wie wichtig Netzwerke wie MoLeWa sind. Denn sie verbinden Wissen, schaffen Austausch und ermöglichen konkrete Unterstützung für Betriebe und Beschäftigte. Die neue Richtlinie des BMWE bietet damit eine wichtige Grundlage, um Transformationsprozesse weiterhin praxisnah und regional wirksam zu gestalten. So wollen wir insbesondere die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, die Sicherung von Fachkräften und Bildung, die Stärkung der Kreislaufwirtschaft, kostengünstige und klimagerechte Energielösungen sowie Digitalisierung und Prozessautomatisierung weiter voranbringen.

Neue Förderung für Wasserstoff im Schwerlastverkehr: Chancen für Unternehmen und Region

Mit dem neuen Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr wird ein wichtiger Impuls für den Markthochlauf klimafreundlicher Technologien im Schwerlastverkehr gesetzt. Gefördert werden sowohl die Beschaffung von Wasserstoff Lkw als auch der Aufbau einer passenden Wasserstoff Tankstelleninfrastruktur. Ziel ist es, den Einstieg in wasserstoffbasierte Mobilität deutlich zu erleichtern und den Ausbau eines bundesweiten Netzes an H2 Tankstellen für schwere Nutzfahrzeuge zu beschleunigen. Damit wird ein zentraler Engpass adressiert, der bisher häufig den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen gebremst hat: Fehlende Infrastruktur und fehlende Fahrzeuge müssen gleichzeitig verfügbar werden.

Für Unternehmen und Logistikakteure ist diese Förderung besonders attraktiv, da sie gezielt Investitionen unterstützt und so das wirtschaftliche Risiko reduziert. Projektanträge können bis zum 31. Mai 2026 über das Förderportal des Bundes eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt über easy Online. Dort sind auch alle Unterlagen und die Förderrichtlinie abrufbar.

Ergänzend zur Förderung wird im Rahmen des MoLeWa Projektverbundes „Mobilität Leipzig im Wandel“ seit dem 01.01.2026 eine strukturierte Begleitung für Unternehmen und Akteure angeboten, die den Einsatz von Wasserstoff im Schwerlastverkehr prüfen oder umsetzen möchten. Der ACOD arbeitet mit eine interdisziplinäre Kerngruppe aus Industrie, Netzwerk und Infrastrukturakteuren daran, den Markteinstieg praxisnah zu unterstützen. In drei thematischen Schwerpunkten, Infrastruktur und Tankstellen, Fahrzeuge und Anwendungsszenarien sowie Wirtschaftlichkeit und Entscheidungshilfen, werden konkrete Fragestellungen gebündelt bearbeitet. Dazu gehören die Identifikation geeigneter Standorte und Korridore, die Analyse realistischer Einsatzprofile wie Regionalverkehr oder Werkslogistik sowie die Abstimmung von Fahrzeugverfügbarkeit und Infrastrukturaufbau.

Für MoLeWa und die Region entsteht damit eine Plattform, um Bedarfe zu bündeln, Investitionsentscheidungen fundiert vorzubereiten und Pilotprojekte gezielt anzustoßen. So wird die Transformation im Bereich nachhaltiger Logistik nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam in die Umsetzung gebracht.

Der vollständige Förderaufruf sowie alle Antragsunterlagen sind über das Förderportal des Bundes abrufbar. Bei Fragen zur regionalen Begleitung und zu Unterstützungsangeboten im Rahmen des MoLeWa Projekts steht Ihnen Benjamin Böber unter orawnzva.obrore@npbq.qr gern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Jetzt mitmachen: Intrapreneurship Reallabor 2026 – wir suchen Unternehmen!

Sie wollen Ihre Mitarbeitenden motivieren und gleichzeitig Ihr Unternehmen zukunftsfähig aufstellen? Dann werden Sie Teil des kostenlosen Intrapreneurship Reallabors von „MoLeWa – Mobilität Leipzig im Wandel“. In einer auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Workshopreihe (typisch 3 Workshops) unterstützen wir KMU aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie branchennahe Unternehmen dabei, Innovationen, sei es Produkt, Dienstleitung oder Prozess, voranzubringen – von der Ideenentwicklung bis zur strukturierten Umsetzung.

Im Fokus stehen dabei drei Themenfelder: Kreislaufwirtschaft, dei Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wie z.B. Applikationen für die Verteidigungsindustrie und ESG-Anforderungen.

Wir suchen aktuell wieder Unternehmen für 2026 (nur 3 Plätze).

Interesse? Dann melden Sie sich gern bei Benjamin Böber (benjamin.boeber@acod.de) oder Carolin Schmidt (carolin.schmidt@uni-leipzig.de) alle Details und Kontaktdaten finden Sie im One Pager.

Unterstützungs-Tools für betriebliche Interessensvertretungen – Zukunfts-Check und PYTHIA vorgestellt

In den vergangenen zwei Jahren hat MoLeWa in verschiedenen Unternehmen umfangreiche Erfahrungen mit den Formaten Zukunfts-Check und PYTHIA gesammelt, zahlreiche Betriebsräte begleitet und diese Erkenntnisse nun in einer neuen Broschüre aufbereitet.

Mit Neue Wege betrieblicher Mitbestimmung – Zukunfts-Check und PYTHIA erfolgreich einsetzen möchten wir dazu einladen, den Ansatz der Sozialpartnerschaft gerade in Zeiten tiefgreifender Transformation neu zu beleben. Genau hier setzen beide Formate an: Der Zukunfts-Check – ein eintägiger Workshop – richtet sich an betriebliche Interessensvertretungen (Betriebs- und Personalräte sowie Vertrauensleute). Er unterstützt dabei, die Situation des eigenen Betriebes sowie die eigene Arbeit systematisch und strategisch zu analysieren. PYTHIA, ein Excel-basiertes Tool für strategische Personalplanung, kann sowohl eigenständig als auch ergänzend zum Zukunfts-Check genutzt werden. Es ermöglicht eine detaillierte Analyse der Altersstruktur und Qualifikationen im Unternehmen.

Je unsicherer die wirtschaftliche Lage, desto wichtiger ist es, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Betriebs gemeinsam abzusichern. Dafür braucht es einen klaren Blick auf die Geschäftsfelder sowie eine verlässliche Personalstrategie, die Beschäftigten Sicherheit gibt und die Innovationsfähigkeit des Standorts stärkt.

Obwohl beide Instrumente primär für Interessensvertretungen entwickelt wurden, können sie ebenso erfolgreich im Zusammenspiel mit Betriebsrat und Unternehmensleitung bzw. HR-Abteilung eingesetzt werden. So entsteht die Chance, im vertrauensvollen Miteinander wirksame Strategien für das Wohl der Beschäftigten und die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln.

Interesse an PYTHIA und am Zukunfts-Check geweckt? Gern unterstützt René Höbel (hoebel.rene@iftp-institut.de) bei der Anwendung beider Instrumente.

Und morgen ist alles anders? MoLeWa begleitet das Studium Generale an der HTWK und führt zu Orten der Transformation

Im Wintersemester 2025/2026 gingen Studierende ganz unterschiedlicher Fächer an der HTWK der Frage nach, wie und wo Transformation in der Region Leipzig sichtbar und begreifbar wird. Zusammen mit dem DGB Leipzig-Nordsachsen, der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOWA) und dem Projekt Revierwende organisierte MoLeWa ein Seminar, das theoretische Grundlagen zu Wandlungsprozessen mit Exkursionen zu lokalen Transformationsorten verband. Ziel war es, nicht nur gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Veränderungsprozesse zu beobachten, sondern auch den Wert von Mitbestimmung herauszuarbeiten. Besonderes Augenmerk lag auf der Rolle der Gewerkschaften als Bindeglied zwischen Beschäftigten, Betrieben und regionaler Politik. Ein Höhepunkt war der Betriebsbesuch im BMW-Werk Leipzig, der durch das MoLeWa-Gewerkschaftsteam organisiert wurde. Dort gab der Betriebsratsvorsitzende Jens Köhler den Studierenden tiefe Einblicke in betriebliche Anpassungen und sich verändernde Produktionsprozesse. Das Seminar zeigte: Transformation ist kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern ein konkreter, gemeinschaftlicher Prozess, der vor Ort erlebt und mitgestaltet werden kann.

Einladung

Neue Wege gehen – Diversifikation und Empowerment in der automobilen Transformation

Datum: 16. Juni 2026

Uhrzeit: 13:00 Uhr – 19:30Uhr

Ort: Leipzig

Transformation braucht neue Geschäftsmodelle, mutige Entscheidungen und starke Teams.

Freuen Sie sich auf praxisnahe Impulse zu erfolgreicher Diversifikation, Innovation im Kerngeschäft und zukunftsfähiger Unternehmensentwicklung.

Lassen Sie uns gemeinsam neue Wege gehen.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Save the Date: ACOD-Kongress am 2. September 2026 in Dresden

Bitte merken Sie sich schon jetzt den Termin für den ACOD-Kongress 2026 vor: Am 2. September 2026 findet die Veranstaltung in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden statt. Freuen Sie sich auf einen inspirierenden Kongress mit spannenden Impulsen zu aktuellen Entwicklungen und Innovationen sowie auf den Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen in Kürze.

Wir freuen uns darauf, Sie in Dresden begrüßen zu dürfen!

18. Meet & Learn Co-Leadership: Wenn Entwicklung & Vertrieb zu einem Team verschmelzen

Technische Exzellenz trifft strategische Kundenorientierung: Beim 18. Meet & Learn zeigen Heidelinde Malkus (Entwicklung) und Ulrike Wohlrab (Vertrieb & Projektmanagement) von ccc Software, wie zwei sehr unterschiedliche Verantwortungsbereiche gemeinsam zu einem starken Gesamtsystem werden.

Heidelinde verantwortet die technische Gesamtarchitektur, steuert Entwicklungsprozesse und sorgt dafür, dass Produkte und Systeme robust, durchdacht und qualitativ verlässlich wachsen. Ulrike gestaltet den Kontakt zum Markt – von der strategischen Kundenansprache über die Angebotserstellung bis hin zum Projektcontrolling – und sorgt dafür, dass Anforderungen klar, priorisiert und realistisch in die Umsetzung gelangen.

Was ihre Zusammenarbeit besonders macht: Klare fachliche Zuständigkeiten treffen auf echte gemeinsame Gesamtverantwortung. Strategische Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Marktanforderungen und technische Umsetzung sind eng verzahnt, und transparente Kommunikation schafft kurze Wege und hohe Reaktionsfähigkeit.

Ihr Arbeitsstil ist geprägt von partnerschaftlichem Vertrauen, wechselseitiger Wertschätzung und der Überzeugung, dass unterschiedliche Kompetenzen kein Kompromiss, sondern ein wirklicher Gewinn sind. Ein Einblick in ein Team, das zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht nur funktionieren, sondern wirksam werden kann.

Wann: Donnerstag, 14. April 2026 |18:00 – 19:30 Uhr

Wo: Cluster IT, EG, Schillerstraße 5, Leipzig

Hier geht es zur Anmeldung!

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