Wie können Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie unter den aktuellen Bedingungen wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig neue Chancen nutzen?
Newsletter Juli 2026

Ladeinfrastruktur: Mess- und Eichrecht endlich verständlicher
Bürokratisch? Ja. Etwas nervig? Vielleicht auch. Aber leider unumgänglich: Wer Ladeinfrastruktur plant oder betreibt, kommt am Mess- und Eichrecht nicht vorbei.
Denn neben Technik, Standortfragen und Stromanschluss geht es in der Praxis schnell auch darum, ob Ladevorgänge korrekt gemessen, transparent abgerechnet und rechtssicher dokumentiert werden können.
Umso hilfreicher ist die neue Orientierungshilfe der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Der Frage-Antwort-Katalog erklärt kompakt und praxisnah, worauf herstellende Unternehmen, Betreibende und weitere Akteure achten müssen, wenn Ladeinfrastruktur eichrechtskonform geplant und betrieben werden soll.
Beantwortet werden unter anderem Fragen wie: Welche Anforderungen gelten eigentlich genau? Welche Pflichten haben Betreiber:innen? Und wie können heutige Systeme so aufgestellt werden, dass sie auch für künftige technische Entwicklungen anschlussfähig bleiben?
Für MoLeWa ist das Thema wichtig, weil wir den Ausbau von Ladeinfrastruktur in der Region Leipzig aktiv unterstützen. Gerade der regionale Einzelhandel mit großen Parkflächen, Immobilienakteure und kommunale Stellen stehen bei der Umsetzung oft vor vielen Detailfragen. Klare Informationen zu rechtlichen Anforderungen helfen dabei, Unsicherheiten abzubauen und Ladeinfrastruktur von Anfang an praxistauglich und rechtssicher mitzudenken.
Die Orientierungshilfe bietet dafür einen guten Einstieg in ein komplexes, aber wichtiges Thema: Orientierungshilfe der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur

Innovation braucht starke Netzwerke: MoLeWa auf der ICE Conference in Porto
Wie entstehen erfolgreiche Innovationen? Und welche Rahmenbedingungen helfen Unternehmen dabei, neue Ideen erfolgreich umzusetzen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das MoLeWa-Team der Universität Leipzig Mitte Juni auf der 32. IEEE International Conference on Engineering, Technology and Innovation (ICE Conference) in Porto.
Die renommierte Konferenz bringt jährlich Forschende, Unternehmen und Innovationsverantwortliche aus aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Innovation, Entrepreneurship und Technologiemanagement zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen leistungsfähige Innovationsökosysteme und die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren Innovationen erfolgreich voranbringen kann.
Das MoLeWa-Team präsentierte auf der Konferenz die wissenschaftliche Publikation „Microfunding in Venture Survival: A Set-Theoretic Analysis of Rural and Urban Ecosystem Configurations“. Gemeinsam mit Forschenden des IST Instituts für Strategische Innovation und Transformation Konstanz, der Webster Vienna Private University und der Hauge School of Management wurde untersucht, welche Faktoren das Überleben junger Unternehmen in unterschiedlichen regionalen Innovationsökosystemen beeinflussen.
Die Ergebnisse zeigen: Nicht einzelne Förderinstrumente entscheiden über den Erfolg von Innovationen. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Netzwerken, Wissenstransfer, Finanzierung und weiteren Unterstützungsangeboten. Insbesondere in Regionen mit weniger ausgeprägten Unterstützungsstrukturen kann eine niedrigschwellige Frühphasenförderung wichtige Impulse setzen. Die Studie verdeutlicht damit, wie wichtig funktionierende Innovationsökosysteme für die Entwicklung neuer Geschäftsideen und zukunftsfähiger Unternehmen sind.
Für Unternehmen bedeutet das: Innovation entsteht heute selten isoliert. Der Austausch mit Forschungseinrichtungen, Start-ups und weiteren Partnern eröffnet neue Perspektiven, fördert Kooperationen und kann dazu beitragen, Innovationen schneller in die Praxis zu überführen.
Die Teilnahme an der ICE Conference bot dem MoLeWa-Team die Möglichkeit, die Forschungsergebnisse mit internationalen Fachkolleginnen und Fachkollegen zu diskutieren und neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen. Besonders wertvoll war der Austausch mit Forschenden und Innovationsverantwortlichen aus unterschiedlichen Ländern und Disziplinen. Er hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis sind, um Innovationen nachhaltig voranzubringen.
Sie möchten neue Geschäftsfelder erschließen, Innovationspotenziale nutzen oder Ihr Unternehmen zukunftsfähig weiterentwickeln?
Sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf den Austausch.
E-Mail: molewa@acod.de
Web: www.molewa.de

MoLeWa auf Schulbesuch in Mügeln
Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch eine wichtige Institution für die Berufsorientierung. Angesichts der enormen Vielfalt an Berufen – aktuell gibt es knapp 330 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe – ist es wichtig, dass junge Menschen frühzeitig Anregungen für ihre Berufswahl erhalten. Genau hier setzen die von MoLeWa entwickelten Workshop-Module an. Sie beschäftigen sich mit Berufen aus den Bereichen Mobilität, Industrie, Klimaschutz und Ressourcenschutz.
Am 30. Juni hatte MoLeWa die Gelegenheit, einen solchen Workshop mit 25 Jugendlichen der Klassenstufe 9 an der Goetheschule Mügeln im Landkreis Nordsachsen durchzuführen. Unter dem Titel „Hilfe, mein Chef ist eine App! Ein Gedankenspiel zur Arbeitswelt 2040“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich technisch-handwerkliche Berufe und die Arbeitswelt insgesamt in den kommenden Jahren verändern könnten. Dabei kam auch das MoLeWa-Ausbildungsquartett zum Einsatz. Im weiteren Verlauf erhielten die Jugendlichen praktische Tipps für die bald anstehende Bewerbungsphase und konnten sich in kurzen, fiktiven Bewerbungsgesprächen ausprobieren. Darüber hinaus ging es um den Wert von Mitbestimmung in der Arbeitswelt und um die Möglichkeiten, sich gemeinsam für die eigenen Interessen einzusetzen.
„Viereinhalb von fünf Sternen“ – so lautete eine erfrischend ehrliche Bewertung eines Schülers nach drei Stunden Workshop. Für uns sind solche Rückmeldungen Wertschätzung und Antrieb zugleich.
Interesse an unseren Schulworkshops geweckt? Dann können Sie sich gern an Stefan Haunstein (haunstein.stefan@iftp-institut.de) wenden.

Gemeinsam statt allein: Neuer IGP-Förderaufruf für KMU
Eine gute Idee ist da, aber allein lässt sie sich nur schwer umsetzen? Dann könnte der aktuelle Förderaufruf des Innovationsprogramms für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) für Sie interessant sein. Der aktuelle Call richtet sich an mindestens zwei unabhängige Unternehmen, die gemeinsam ein neues Geschäftsmodell, einen innovativen Service oder eine andere marktfähige Pionierlösung entwickeln. Besonders gefragt sind „ungewöhnliche Kombinationen“ – zum Beispiel Start-up und Mittelständler, Industrie und Digitalwirtschaft oder Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Gefördert werden vor allem nichttechnische Innovationen. Dazu zählen etwa neue Dienstleistungen, Plattformmodelle, digitale Geschäftsmodelle oder neue Formen der Zusammenarbeit.
Interessant ist der Aufruf für Unternehmen, die:
• gemeinsam eine konkrete Geschäftsidee weiterentwickeln,
• neue Partner aus anderen Branchen suchen,
• aus einem Pilotprojekt ein vermarktbares Angebot machen,
• neue Wege bei Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, ESG, Energie oder Mobilität gehen wollen.
Die Bewerbungsfrist endet am 20. August 2026 um 15 Uhr.
Wichtig: Das IGP arbeitet mit thematischen Ausschreibungsrunden. Der aktuelle Call konzentriert sich auf gemeinschaftlich entwickelte Innovationen. Künftig sollen ungefähr halbjährlich weitere Calls mit anderen Themenschwerpunkten veröffentlicht werden. Es lohnt sich also auch dann, das Programm im Blick zu behalten, wenn das eigene Vorhaben diesmal noch nicht ganz passt.
Einladung

ACOD-Kongress am 2. September 2026 in Dresden
Es ist so weit: Das Programm für den ACOD Kongress 2026 am 02. September in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden steht fest!
Freuen Sie sich auf ein spannendes Line-up mit hochkarätigen Referenten, inspirierenden Vorträgen und zukunftsweisenden Diskussionen unter dem Motto
„Realitätscheck Automobilindustrie: Kosten beherrschen. Tempo erhöhen. Umsetzung gemeinsam schaffen“.
Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich mit der Branche zu vernetzen und neue Impulse für Ihre tägliche Arbeit zu gewinnen.
Besonderes Highlight: Humanoide Robotik live erleben
Humanoide Roboter gelten als eine der spannendsten Zukunftstechnologien für die industrielle Produktion. Auf dem ACOD Kongress 2026 haben Sie die Gelegenheit, einen humanoiden Roboter des Unternehmens Hexagon live vor Ort zu erleben.
Die Technologie wird derzeit im BMW Group Werk Leipzig erprobt und steht exemplarisch für die Frage, wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Mensch-Maschine-Kollaboration die Produktion von morgen verändern können.
Ergänzend dazu erhalten Sie im Fachvortrag „Humanoide Roboter – ein neuer Ansatz zur Erhöhung der Produktivität? Erste Erfahrungen“ exklusive Einblicke in die bisherigen Erkenntnisse aus dem Praxiseinsatz.
Jetzt Kongressprogramm entdecken und Ticket sichern!

7. Industriedialog mit dem Schwerpunkt Robustheit in der Fahrzeugindustrie und bei Mobilitätssystemen
Der 7. Industriedialog hat den Schwerpunkt Robustheit in der Fahrzeugindustrie und bei Mobilitätssystemen. In der Veranstaltung unter Mitwirkung des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz Dirk Panter erwarten Sie Beiträge von Volkswagen, Bertelsmann Stiftung, Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, LRP-Autorecycling Leipzig, ERLOS Produktion und Montagen / WP Holding, SachsenNetze, Nationaler Leitstelle Ladeinfrastruktur bei der NOW, Spedition W&P, Northwave Cyber Security, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen – AMZ, Automotive Cluster Ostdeutschland – ACOD, Wirtschaftsförderung Sachsen, Sächsische Aufbaubank – Förderbank – und weiteren.
In mehreren Sessions wird adressiert:
• Kreislaufwirtschaft: Welche Rohstoffe gelten als kritisch? Wie erreicht man mehr Unabhängigkeit? Was ist mit Kreislaufwirtschaft technisch und wirtschaftlich möglich?
• Energieversorgung: Netzausbau oder Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien? Was sind Ansätze für Industriebetriebe und Flottenbetreiber? Was ist aktuell wichtig beim Ladeinfrastrukturausbau?
• Resilienz: Auf welche inneren und äußeren Einflüsse sollte man sich einstellen? Wie begegnen Zulieferer und Mobilitätsanbieter Cyberangriffen? Worauf sollte bei neuen Mobilitätsdiensten geachtet werden?
Hier finden Sie die Agenda (Stand: 22.07.2026), die weiter aktualisiert wird.
Hier geht es zur Anmeldung!
Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Plätze begrenzt.

Kultur trifft Technologie: Wie aus Experimenten Innovation entsteht
Was wäre, wenn Innovation nicht immer im Labor oder Rechenzentrum beginnt, sondern im Theater, im Archiv oder an Orten des Erinnerns? Im nächsten Meet & Learn öffnen Lars Mischak, Leiter Kultur und Wissenschaft bei Dataport AöR und seine Kollegin Jasmin Meziou genau diesen Blick auf Technologie.
Ausgehend von konkreten Projekten, etwa digitalen Anwendungen für Erinnerungskultur, interaktiven Tools für Gedenkstätten oder Augmented‑Reality‑Formaten im Theater, wird sichtbar, wie kulturelle Kontexte zu Erprobungsräumen für neue Technologien werden. Besonders spannend ist dabei der Transfer: Ein Ansatz, der in einem kulturellen Umfeld entwickelt wurde, entfaltet plötzlich Wirkung in ganz anderen Bereichen – bis hin zur industriellen Anwendung in einer Werft.
Das Meet & Learn richtet den Fokus bewusst auf dieses Übersetzen zwischen Welten. Wie entstehen solche Projekte? Welche Rolle spielen interdisziplinäre Teams aus Kultur, Wissenschaft und IT? Und was können Unternehmen, Hochschulen oder Archive daraus für ihre eigenen Fragestellungen lernen – etwa im Umgang mit digitalen Sammlungen, Forschungsdaten oder der Vermittlung komplexer Inhalte?
Lars Mischak und Jasmin Meziou geben technische Live‑Einblicke und zeigen ganz praktisch, wie Ideen umgesetzt werden. Ein Meet & Learn für alle, die Lust haben, jenseits klassischer Anwendungsfelder zu denken – und die neugierig sind, wie Kultur, Archive, Wissenschaft und Technologie gemeinsam neue Räume eröffnen können.
Wann: Dienstag, 29. September 2026, ab 18:00 Uhr
Wo: Cluster IT Mitteldeutschland, Schillerstr. 5, Leipzig
Hier geht es zur Anmeldung!

Technologieforum „Accelerating Robotics“
Wie lassen sich Antriebssysteme für dynamisch kooperierende humanoide Roboter schneller, leistungsfähiger und skalierbar entwickeln?
Das zweitägige Technologieforum „Accelerating Robotics – The Drive behind Human Robots“ bringt Entwickler, Antriebsspezialisten, Produktions- und Fertigungsexperten aus Industrie und Forschung zusammen, um genau diese Fragen zu beleuchten. Im Mittelpunkt stehen innovative Antriebssysteme, modulare Integrationskonzepte und skalierbare Produktionsstrategien mit dem Ziel, den Transfer vom Prototypen zur Serienfertigung zu beschleunigen.
Themenschwerpunkte:
• Aktuatoren
• Antriebstechnik
• Hochleistungsgetriebe
• Sensorintegration (SiME)
• Direktantriebe
• Produktion & Prozessentwicklung
• Skalierung von Fertigung &
• Montage
• Sonderverzahnungen
Freuen Sie sich auf hochkarätige Fachvorträge, Best-Practice-Einblicke, Networking zwischen den Sessions und beim Abendempfang im Industriemuseum Chemnitz sowie den interdisziplinären Austausch mit führenden Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Wann: 28.–29. Oktober 2026
Wo: Fraunhofer IWU | Reichenhainer Straße 88 | 09126 Chemnitz
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu Programm und Anmeldung!


