Im Projekt MoLeWa – Mobilität Leipzig im Wandel gibt es personelle Veränderungen. Seit dem 1. Januar 2026 hat Philipp Teitge die Projektleitung übernommen und ist künftig zentraler Ansprechpartner für die strategische und operative Weiterentwicklung des Projekts.
Newsletter März 2026

MoLeWa-Fortführung in die Wege geleitet – Förderskizze eingereicht
Die aktuelle MoLeWa-Förderung läuft Ende des Jahres aus. Doch damit soll nicht Schluss sein. Mitte Januar hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine neue Richtlinie zur Weiterförderung der Regionalen Transformationsnetzwerke veröffentlicht. MoLeWa will diese Chance nutzen und hat hierzu Anfang März eine Förderskizze eingereicht. Auf 15 Seiten ist dargestellt, wie MoLeWa 2027 bis 2029 die regionale Automobilindustrie unterstützen will. Bewährte Angebote sollen weiterentwickelt und neue thematische Pfade betreten werden. So wird das Thema Kreislaufwirtschaft eine größere Rolle einnehmen. Auch Fragen rund um Resilienz, neue Geschäftsmodelle (in verwandten Branchen) und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses werden verstärkt in den Fokus rücken.
Nachdem die Skizze eingereicht ist, liegt diese nun zur Bewertung beim zuständigen Projektträger VDI/VDE-IT. In den kommenden Wochen wird MoLeWa die entwickelten Ideen weiter schärfen und – im Falle einer positiven Beurteilung der Skizze – in einen Vollantrag überführen. MoLeWa ist voller Zuversicht, den eingeschlagenen Weg weiter gehen und neue Impulse zur Stärkung der regionalen Automobilindustrie setzen zu können.

Industrielle Umbrüche nutzen – Diversifizierung als Schlüssel zum Erfolg?
Dass wir in der Automobilindustrie vor einem grundlegenden Wandel stehen, ist mittlerweile allen klar. Doch wie kann dieser Wandel positiv besetzt und wirtschaftlich genutzt werden? Bei der von der IG Metall organisierten Tagung „Chemnitz, Industrie, Zukunft“ versammelten sich am 17. März Persönlichkeiten wie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, und Jan Otto, der Bezirksleiter der IG Metall, um genau darüber zu diskutieren. Gemeinsam betonten sie die Herausforderungen, die durch den nahenden Abschied von Verbrennungsmotoren entstehen und die Unsicherheiten, die viele Beschäftigte der Branche empfinden.
Ein Lösungsansatz ist Diversifizierung. Innovative Ansätze, wie das neu entwickelte Thermomanagement-Modul für Elektrofahrzeuge, das im Chemnitzer VW-Motorenwerk künftig für E-Autos produziert werden soll, demonstrieren die Anpassungsfähigkeit der Branche und die Potenziale zur Effizienzsteigerung. Gleichzeitig hoben die Vertreter der IG Metall die Bedeutung von Mitbestimmung hervor, um die Interessen der Beschäftigten in dieser Transformationsphase zu wahren. Zustimmung erhielten sie dabei von Akteuren der Wirtschaft, die ebenfalls eine gelebte Sozialpartnerschaft als Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation sehen.
In der von Betriebsräten formulierten „Chemnitzer Erklärung“, die ebenfalls im Rahmen der Tagung vorgestellt wurde, sind die Dinge, die es jetzt braucht, nochmal zusammengefasst: 1. Erhalt der Technologie- und Fertigungskompetenz entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette, 2. Sichere und günstige Energieversorgung sowie eine attraktive und funktionierende Infrastruktur und 3. Fokus auf Aus- und Weiterbildung sowie Stärkung der Tarifbindung und Mitbestimmung.

Wohin des (beruflichen) Weges? MoLeWa gibt Orientierung bei der Berufswahl
Noch nie haben so viele Auszubildende ihre Ausbildung abgebrochen wie heute – die Abbruchquote liegt bei rund 30 Prozent. Ein Grund: falsche Vorstellungen vom gewählten Beruf. Erwartungen und Realität klaffen oft auseinander, und nicht immer passen die eigenen Talente zum Berufsbild.
Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig für verschiedene Berufsfelder zu sensibilisieren und ihnen Orientierung im „Dschungel“ der Möglichkeiten zu geben. Genau hier setzen die aktuell von MoLeWa entwickelten Schul-Workshops an. Im Fokus stehen die Veränderungen der Berufs- und Arbeitswelt – insbesondere in den Bereichen Mobilität, industrielle Transformation und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig greifen die Workshops Themen der betrieblichen Mitbestimmung auf und setzen Impulse zur demokratischen Bildung.
Im Februar konnte MoLeWa einen dieser Workshops mit 10.-Klässlerinnen und -Klässlern der Oberschule Barnet-Licht-Platz in Leipzig-Stötteritz im Rahmen eines Projekttages zur Berufsorientierung erproben. Grundlage war das MoLeWa-Ausbildungsquartett. Die Jugendlichen diskutierten, wie sich verschiedene Berufe in den kommenden Jahren verändern könnten und was daran wünschenswerte wie auch kritische Punkte sind. Die positiven Rückmeldungen der Jugendlichen bestärken MoLeWa darin, die entwickelten Workshop-Formate weiter auszubauen und künftig noch mehr junge Menschen dabei zu unterstützen, den für sie richtigen Beruf zu finden.
Interesse am MoLeWa-Ausbildungsquartett oder an den schulischen Workshop-Formaten geweckt? Dann setzen Sie sich gern mit Stefan Haunstein (haunstein.stefan@iftp-institut.de) in Verbindung.

Jetzt mitmachen: Intrapreneurship Reallabor 2026 – wir suchen Unternehmen!
Sie wollen Ihre Mitarbeitenden motivieren und gleichzeitig Ihr Unternehmen zukunftsfähig aufstellen? Dann werden Sie Teil des kostenlosen Intrapreneurship Reallabors von „MoLeWa – Mobilität Leipzig im Wandel“. In einer auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Workshopreihe (typisch 3 Workshops) unterstützen wir KMU aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie branchennahe Unternehmen dabei, Innovationen, sei es Produkt, Dienstleitung oder Prozess, voranzubringen – von der Ideenentwicklung bis zur strukturierten Umsetzung.
Im Fokus stehen dabei drei Themenfelder: Kreislaufwirtschaft, dei Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wie z.B. Applikationen für die Verteidigungsindustrie und ESG-Anforderungen.
Wir suchen aktuell wieder Unternehmen für 2026 (nur 3 Plätze).
Interesse? Dann melden Sie sich gern bei Benjamin Böber (benjamin.boeber@acod.de) oder Carolin Schmidt (carolin.schmidt@uni-leipzig.de) alle Details und Kontaktdaten finden Sie im One Pager.

Cyberangriff ist keine Frage des Ob – sondern des Wann: Was Unternehmen jetzt tun sollten
Bei der Auftaktveranstaltung „Cybersecurity Automotive“ am 26. März 2026 in Leipzig wurde deutlich, wie stark Cyberrisiken inzwischen die gesamte Automotive-Wertschöpfung betreffen – von IT über Produktion bis hin zur Lieferkette. Cybersecurity ist damit längst ein strategischer Erfolgsfaktor und eine zentrale Managementaufgabe.
Im Fokus standen konkrete Erfahrungen aus realen Sicherheitsvorfällen sowie die Frage, wie Unternehmen im Ernstfall handlungsfähig bleiben. Klar wurde dabei auch: Der Einsatz von künstlicher Intelligenz beschleunigt den Wettlauf zwischen immer gezielteren Angriffsformen und deren Abwehr erheblich. Umso wichtiger ist es, die eigene Energie nicht nur in Prävention zu investieren, sondern sich gezielt auf den Ernstfall vorzubereiten.
Es wurde von den betroffenen Unternehmen und Experten eine Reihe wichtiger Erkenntnisse und Handlungsoptionen benannt: Entscheidend ist die Vorbereitung auf den Ernstfall, etwa durch regelmäßige Simulationen, die Reaktionsfähigkeit und Entscheidungsprozesse unter realistischen Bedingungen stärken. Ebenso wichtig ist es, sich frühzeitig vertraglich an externe Dienstleister zu binden, die im Angriffsfall unterstützen, sich mit betroffenen Unternehmen auszutauschen und geeignete Versicherungen abzuschließen. Ergänzend wurde empfohlen, kritische Unternehmensdaten außerhalb der eigenen Systeme zu sichern und zu prüfen, ob und wie eine Produktion über mehrere Tage auch ohne leistungsfähige IT aufrechterhalten werden kann – inklusive praktischer Übungen.
Ein zentrales Fazit: Wirksame Tools und Prozesse müssen nicht zwingend teuer sein, sondern vor allem zur individuellen Risikolage passen und strukturiert aufgebaut werden. Technologische Monokulturen erhöhen Abhängigkeiten und sollten vermieden werden, stattdessen sind Diversität und gezielte Redundanzen zentrale Elemente resilienter IT- und OT-Landschaften. Entscheidend ist zudem, dass Cybersecurity auf Geschäftsführungsebene verankert wird, klare Zuständigkeiten bestehen und Sicherheitsmaßnahmen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses weiterentwickelt werden. Orientierung bieten etablierte Standards wie ISO 27001, während bereits erste nachweisbare Maßnahmen helfen, Sicherheitsniveaus zu erhöhen und rechtliche Risiken zu begrenzen.
Für unsere Arbeit bei MoLeWa bedeutet das: Wir werden das Thema künftig noch gezielter in Gesprächen mit KMU adressieren und aktiv unterstützen, wenn Unternehmen hier noch am Anfang stehen. Mit unserer Expertise und unserem Netzwerk helfen wir dabei, passende Lösungen und Partner zu finden, um Informationssicherheit nachhaltig im Unternehmen zu verankern.
Kommen Sie gern auf uns zu, wenn Sie sich austauschen wollen oder Unterstützung benötigen.
Einladung

Einladung zum 5.Netzwerkforum MoLeWa
Die Transformation der Automobilbranche ist in vollem Gange – und mit ihr entstehen neue Chancen für Innovation, Diversifikation und Wachstum.
Wie können Unternehmen diese Chancen gezielt nutzen? Welche neuen Geschäftsfelder sind vielversprechend? Und wie gelingt es, Innovationen nachhaltig in bestehende Strukturen zu integrieren?
Diesen Fragen widmet sich das 5. Netzwerkforum MoLeWa.
Freuen Sie sich auf praxisnahe Impulse aus Industrie, Wissenschaft und Startup-Umfeld, spannende Diskussionen sowie konkrete Beispiele, wie Unternehmen den Wandel aktiv gestalten. Im Mittelpunkt stehen neue Geschäftsmodelle, die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette und die gemeinsame Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen.
Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch mit Expertinnen und Experten der Branche und knüpfen Sie wertvolle Kontakte.
Datum / Uhrzeit: 16. Juni 2026 | 13:00 – 19:30 Uhr
Ort: Mediencampus Vila Ida | Poetenweg 28 | 04155 Leipzig
Zur Anmeldung: Ticketbuchung
Zur Agenda: Programm öffnen
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! (lisa.molkenthin@acod.de)
Bei Fragen kommen Sie gern auf uns zu –
Daniela Finster (daniela.finster@acod.de) und Lisa Molkenthin (lisa.molkenthin@acod.de)

Save the Date: ACOD-Kongress am 2. September 2026 in Dresden
Bitte merken Sie sich schon jetzt den Termin für den ACOD-Kongress 2026 vor: Am 2. September 2026 findet die Veranstaltung in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden statt. Freuen Sie sich auf einen inspirierenden Kongress mit spannenden Impulsen zu aktuellen Entwicklungen und Innovationen sowie auf den Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen in Kürze.
Wir freuen uns darauf, Sie in Dresden begrüßen zu dürfen!

13. INNOVATIONSFORUM Digitale Identitäten
Digitale Identitäten bilden die Grundlage für Vertrauen in vernetzten Systemen. Sie ermöglichen es, Menschen, Maschinen, Dienste und Daten eindeutig zuzuordnen – und schaffen damit die Voraussetzung für sichere Automatisierung und verantwortungsvoll eingesetzte KI.
Beim 13. Innovationsforum beleuchten wir, wie moderne Identitätslösungen Sicherheit, Skalierbarkeit und Interoperabilität stärken und warum sie zum zentralen Enabler einer digitalisierten Wirtschaft werden. Im Fokus stehen Praxisimpulse aus Unternehmen und Wissenschaft sowie der Austausch über Chancen, Herausforderungen und zukünftige Anforderungen.
Der erste Impulsvortrag steht bereits fest:
Armin Lunkeit (procilon GROUP) | „Digitale Identitäten und digitales Vertrauen in KI-Systemen“*
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnen digitale Identitäten und das Vertrauen in KI-Systeme zunehmend an Bedeutung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Digitale Identitäten bilden die Grundlage für sichere Interaktionen im virtuellen Raum, indem sie Individuen, Organisationen und Maschinen eindeutig zuordenbar machen. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen wie Datenschutz, Missbrauch, Identitätsdiebstahl und mangelnder Interoperabilität.
Künstliche Intelligenz spielt dabei eine doppelte Rolle: Einerseits ermöglicht sie neue Formen der Authentifizierung und Betrugserkennung, andererseits wirft sie Fragen hinsichtlich Transparenz, Nachvollziehbarkeit und ethischer Verantwortung auf. Vertrauen in KI-Systeme entsteht nicht allein durch technologische Leistungsfähigkeit, sondern durch erklärbare Entscheidungen, robuste Sicherheitsmechanismen und klare regulatorische Rahmenbedingungen.
Der Vortrag beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen digitalen Identitäten und KI-gestütztem Vertrauen und diskutiert zentrale Konzepte, aktuelle Technologien sowie rechtliche und ethische Fragestellungen.
Datum / Uhrzeit: 22. April 2026 | ab 12:30 Uhr
Ort: procilon GROUP, Nikolaistraße 12, Leipzig
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!
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18. Meet & Learn Co-Leadership: Wenn Entwicklung & Vertrieb zu einem Team verschmelzen
Technische Exzellenz trifft strategische Kundenorientierung: Beim 18. Meet & Learn zeigen Heidelinde Malkus (Entwicklung) und Ulrike Wohlrab (Vertrieb & Projektmanagement) von ccc Software, wie zwei sehr unterschiedliche Verantwortungsbereiche gemeinsam zu einem starken Gesamtsystem werden.
Heidelinde verantwortet die technische Gesamtarchitektur, steuert Entwicklungsprozesse und sorgt dafür, dass Produkte und Systeme robust, durchdacht und qualitativ verlässlich wachsen. Ulrike gestaltet den Kontakt zum Markt – von der strategischen Kundenansprache über die Angebotserstellung bis hin zum Projektcontrolling – und sorgt dafür, dass Anforderungen klar, priorisiert und realistisch in die Umsetzung gelangen.
Was ihre Zusammenarbeit besonders macht: Klare fachliche Zuständigkeiten treffen auf echte gemeinsame Gesamtverantwortung. Strategische Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Marktanforderungen und technische Umsetzung sind eng verzahnt, und transparente Kommunikation schafft kurze Wege und hohe Reaktionsfähigkeit.
Ihr Arbeitsstil ist geprägt von partnerschaftlichem Vertrauen, wechselseitiger Wertschätzung und der Überzeugung, dass unterschiedliche Kompetenzen kein Kompromiss, sondern ein wirklicher Gewinn sind. Ein Einblick in ein Team, das zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht nur funktionieren, sondern wirksam werden kann.
Wann: Donnerstag, 14. April 2026 |18:00 – 19:30 Uhr
Wo: Cluster IT, EG, Schillerstraße 5, Leipzig
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